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Dann scheiß drauf…

Dann scheiß drauf…

Manche meiner Entscheidungen treffen sich glaube ich ohne mich.

Aber weißt Du was, meine besten Entscheidungen habe ich immer dann getroffen, wenn ich einfach mal „DRAUF GESCHISSEN“ habe.

Genau diese Entscheidungen haben den wesentlichen Teil meines Lebens geformt.

Den wichtigsten privaten und beruflichen Richtungswechsel habe ich bereits mit 25 Jahren vollzogen, als ich den sicheren Hafen einer Verwaltungsangestellten in einer stinklangweiligen Behörde – gegen eine Selbständigkeit als „Trachtenverkäuferin“ eingetauscht habe und mich für einen Mann und 3 Kindern entschieden habe.

Drauf scheißen bedeutete für mich die schwierigsten und furchteinflößendsten Herausforderungen des Lebens ganz einfach mal anzunehmen, aktiv zu werden und in einen Topf voller Sinn – oder Unsinn zu springen.

Viele meiner liebgewonnen Freunde kämpfen sich durch ihr Leben, in dem sie sich viel zu sehr einen Kopf machen, über Situationen, die es ganz einfach nicht wert sind und die vermutlich noch nicht einmal eintreten werden.

Wir ärgern uns über das schlechte Wetter und die verlorene Zeit im Stau, oder in der Warteschlange an der Kasse. Unterdessen ist unser Girokonto total überzogen, der Hund gestorben und unser Jüngster zieht sich gerade die härtesten Drogen rein.

Und eines Tages wirst Du DANN ganz einfach sterben. Ich wollte es nur noch mal kurz erwähnen… falls Du es vergessen haben solltest.

Und in dieser relativ kurzen Zeit zwischen Deinem „JETZT“ und Deinem „DANN“ kannst Du Dich nur um ein paar wirklich wichtige Dinge kümmern.

Also wie gewinnbringend wäre es da, wenn Du aufhörst Dich einfach über jeden und alles zu ärgern und nicht jeden und alles für so scheiß wichtig zu nehmen inklusive Dich selber.

Versuch doch lieber einfach mal Deine Gedanken erfolgreich zu fokussieren und Prioritäten zu setzen – indem Du aussuchst und entscheidest, was Dir wichtig ist und was nicht.

Orientiere Dich dabei ganz einfach an Deinen selbstgewählten und persönlichen Bedürfnissen und Wertmaßstäben… und keinesfalls an dem „was man so macht – und was man (insbesondere) Deine Nachbarn – so denken.

Ich behaupte hier keinesfalls, dass das einfach ist. Im Gegenteil es bedarf einer lebenslangen Übung und Disziplin um das zu erreichen.

Ich verspreche Dir hier auch nicht, dass Du niemals scheitern wirst. Vielleicht wirst Du einige Male das Handtuch werfen und scheitern… aber im schlimmsten Fall bist Du dann einfach gescheiter.

Ja es ist anstrengend, aber vielleicht ist es ja die wertvollste Anstrengung, der Du Dich im Leben stellen kannst.  Vielleicht ist auch genau gerade das die einzige Anstrengung im Leben.

Überleg doch mal:

Wenn Dir ganz einfach zu viele Sachen, aber auch Menschen wichtig sind – und Du Dich um alles und jeden kümmern möchtest – dann glaubst Du eines Tages ein Recht darauf zu haben, andauernd zufrieden und glücklich zu sein, darauf dass alles zum Verrecken genau so ist, wie Du es haben willst.

Das ist nicht gesund. Das ist krank, bzw. macht Dich auf die Dauer krank. Es frisst Dich bei lebendigem Leibe auf.

Jede Widrigkeit wird Dir wie eine Ungerechtigkeit vorkommen, jede Uneinigkeit wie ein Verrat, jede Unannehmlichkeit wie eine Kränkung und jede Herausforderung wie ein Versagen.

Eines Tages hängst Du dann in der armseligen Hölle Deiner eigenen Gedanken fest, brennend vor Wut mit dem Gefühl ein Anrecht auf alles Mögliche zu haben.

Du rennst im Kreis Deiner ganz persönlichen Feedbackschleife, bist ständig in Bewegung und kommst doch nirgends an.

Und dann, dann bist Du „ziemlich angeschissen“!!!

Daher habe ich die Entscheidung getroffen, sei ‚s doch ganz einfach besser manchmal „DRAUF GESCHISSEN“… und einfach nur gelebt…

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Ich liebe meine vertrauten Gewohnheiten…

Wie ich bereits erwähnt hatte liebe ich meine Gewohnheiten. Auch die schlechten. Da bin ich mir selbst gegenüber ganz ehrlich.

Ich gewöhne mich gerne an Dinge, Menschen, Tätigkeiten, Autos, Handys und meinen Lippenstift.

Es war ja schon immer so. Das kenne ich. So soll es sein…so kann es bleiben. 

Zum Essen ein Glas Wein, danach ein Zigarettchen, Dienstags meine Lieblingserie „in aller Freundschaft“ und am Wochenende das Zusammensein mit der Familie.

Ich liebe das Vertraute, auch wenn das Vertraute nicht immer das Gute, geschweige denn das BESTE ist. 

Ich mag es, wenn etwas so bleibt wie es war.
Und es muss nicht einmal gut gewesen sein.
Eigentlich.

Doch leider liegen da noch ein paar nachhaltig störende Glaubenssätze in der Hollywoodschaukel meines Lebens. Gelegentlich klopfen sie an und fragen nach, wann ich sie denn einmal ändern möchte. 

Immer grade dann, wenn ich mich endgültig für zufrieden erklärt habe und mich relaxt zurücklehne, drängen sich diese ungemütlichen Fragen auf: wann ich etwas verändern will und wann die Zeit für Neues gekommen ist?

Ich fühle mich durch meine vertrauten Gewohnheiten sicher und beschützt. Doch ab wann werden Sie zu Hindernissen die mich auf dem Weg zu meinen Abenteuern, meiner Erneuerung und meiner sprühenden Lebendigkeit behindern und einbremsen?

Wann also wird der Abschied fällig von diesen alten Denkweisen und der entspannten Einstellung, dass es nach einem Glas Wein auf den Rest der Flasche auch nicht mehr ankomme.

Gewohnheiten an sich sind ja nicht schlimm. Gelegentlich jedoch sollte man/Frau sich die Mühe machen sie auszumisten, wie Kühlschränke. Einiges darin ist abgelaufen, einiges schmeckt nicht mehr und manches nimmt einfach zu viel Platz weg für die Dinge die ich schon immer einmal ausprobieren wollte. 

Der wesentliche Vorteil unserer Gewohnheiten besteht also in deren Nutzen. Sie zu ändern bedarf einer gewissen Anstrengung. Es fühlt sich also zu Beginn einer Veränderung fast immer so an… als sei man auf dem falschen Weg.

Die unerfreuliche Kurzfassung lautet also: Du musst Dich überwinden etwas zu lassen, was Du normalerweise tun würdest, und Du musst Dich überwinden, etwas zu tun, was Du normalerweise nicht tun würdest.

Das – ganz ehrlich
– klingt so unattraktiv, dass ich lieber mit meinem besten Freund ESMI (Einen Scheiß Muss ICH) nochmal auf Euch anstoße…

In diesem Sinne „PROSIT“ und denk dran…es gibt ja noch ein Morgen… 

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Wie ich fand… was ich nicht suchte

Es hatte an einem wechselhaften Tag im April 2012 begonnen, an dem ich mir bedauerlicherweise selbst begegnete…

Ich war zu einer Zeit auf den Hinweis eines Motivationsseminar gestoßen, zu der ich normalerweise längst im Bett liege. Ich hatte mich in einer sich hinziehenden Freitagsabends-Krise befunden und einige grundlegenden Überlegungen trübsinniger Natur bezüglich meiner Persönlichkeit, meiner beruflichen Weiterentwicklung und meiner langsam ergrauenden Haarpracht angestellt.

Mein Hund, meine Kinder und meine Fröhlichkeit hatten mein Haus verlassen, und der Sinn meiner weiteren Existenz wollten sich auch unter Hinzugabe von 2 Gläsern Rotwein zu dieser späten Stunde nicht erschließen.

So gelangte ich zu der Überzeugung, dass es mit meinem Leben so nicht weitergehen konnte. Keine einzige der mir bekannten Freundinnen will, dass ihr Leben so weitergeht wie bisher. Alle Frauen in der Lebensmitte – wozu ich auch mich im zarten Alter von 49 – zähle sind auf der Suche. Die wenigsten aber wissen genau, wonach sie eigentlich suchen. Vielleicht nach Selbstbewusstsein, Gelassenheit, Achtsamkeit, innerer Ruhe, dem Sinn des Lebens, oder doch lieber nach einem neuen Mann?

Wie eine aufgescheuchte Ziegenherde fegt eine riesige Schar sich selbst verwirklichender Frauen rund um den Erdball. Und wer nicht mindestens Yoga macht oder eine Lebensmittelunverträglichkeit vorzuweisen hat, verhält sich ganz einfach nicht normal.

Und dann taucht da auf einmal aus den Tiefen meines Bewusstseins diese Stimme auf: „Soll es das jetzt gewesen sein? Willst Du so weiterleben bis zum Schluss? Jetzt ist noch Zeit, Neues zu entdecken. Also Aufbruch…es ist noch nicht zu spät…melde dich ganz einfach mal bei diesem Motivationsseminar an …und schau wie Dein Leben dann im chaka, chaka Rhythmus weiterläuft. Kann ja nur besser werden.

An jenem Freitagabend habe ich beschlossen, ein anderer Mensch zu werden und mich voller Tatendrang auf die Suche nach einem neuen angesagten Ich zu machen. 

Ich ahnte, dass ich nun dem unangenehmeren Teil meiner Persönlichkeit begegnen würde, mit dem ich mich seit Jahren rumschlage und irgendwie immer den Kürzeren ziehe. Dieses Seminar bestand aus solch lebenswichtigen Elementen wie Angst und Wut, Mut und Selbstbewusstsein, vor allem aber der Optimierung meiner Persönlichkeit.

Heimgekommen bin ich mit der Erkenntnis das das Optimum auch nicht immer das Optimale ist. Und dann immer diese Veränderungen…und die große Frage: will ich mich denn überhaupt verändern?


Und dann kommt dieses Wunder daher. Ein Luxx-Profile. Was ist denn das? Anhand der vertrauensvollen Worte des Chaka Chaka – Trainers musst Du dieses Ding unbedingt haben. Eine Analyse Deiner ganz eigenen Persönlichkeit.

Super. Das hört sich für mich irgendwie nach Vertrauen und mal nicht nach Veränderung meiner suboptimalen Persönlichkeit an. Und Vertrauen schaffe ich – auch mir selbst gegenüber – gerne, durch meine liebgewonnen Gewohnheiten. 

Ganz ehrlich. Ich liebe meine Gewohnheiten. Auch die schlechten. Da bin ich mir selbst gegenüber echt fair. Ich gewöhne mich gerne an Dinge, Menschen, Tätigkeiten, meine ureigensten Bedürfnisse und schlechte Fernsehserien.

Und jetzt, jetzt darf ich sie ganz einfach LEBEN… diese individuellen ureigensten Bedürfnisse… und dazu brauche ich mich nicht einmal verändern… nur LEBEN!!!

So habe ich mit meinem Luxx-Profile genau das gefunden, was ich eigentlich nie gesucht habe…

Ganz einfach mich selber.