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Vernünftig oder vergnügt?

Vernünftig oder vergnügt?

Irgendwie müssen in mir 2 Persönlichkeiten wohnen. Die eine heißt Vergnügen, die andere heißt Vernunft. Beide streiten täglich darum gehört zu werden. Ich habe die Nase voll davon, mir die Zugangsvoraussetzungen für ein vermeintlich glückliches und erfülltes Leben ständig vorschreiben zu lassen. Ich will nicht mehr nach den Vorstellungen leben die mein Leben voll, aber nicht reich machen. Dieses rastlose Rotieren ums eigene Ich war mir schon immer unsympathisch. Auch wenn es aktuell als Achtsamkeit verstanden wird und schwer angesagt ist, ist mir persönlich diese ständige Selbstoptimierung viel zu anstrengend und übertrieben.

All diese mahnenden Ernährungsratschläge liegen mir schwer im Magen und mein Leben ist zu kurz für Knäckebrot und Ingwerbrühe geworden. Der Platz nach hinten wird knapper.

Gewicht und Verzicht. Die Waage sagt mir doch eh nur wie schwer ich bin. Das allein ist schon erbärmlich genug, denn meist sagt sie mir damit gleichzeitig, dass ich irgendwie zu klein für diese Zahl bin. Niemals aber wird sie erkennen, ob meine Rundungen nicht vielleicht doch ganz attraktiv sind. Meine Schlaf-App protokolliert die Stunden, die ich geschlafen habe, ohne mir jedoch zu verraten, wie es gewesen wäre, wenn ich einfach in geselliger Runde weitergefeiert hätte.

Nein ich mache bei all diesen Trends und gesellschaftlichen Zwängen nicht mehr mit. Weniger Perfektion heißt oft mehr Gewinn. Ich plädiere daher für mehr Gelassenheit, und tausche ganz einfach Waage und Schlaf-App gegen ein bisschen mehr Abenteuer und ein bisschen weniger Vernunft.

Mit diesen Menschen, die ach so vernünftig sind und Ihr Leben wie ein „Malen nach Zahlen“ führen habe ich mich ja schon immer schwergetan. Vernünftig ist halt wie tot, nur vorher. Ok, um allen Missverständnissen vorzubeugen. Ein kleines, Mini-bisschen Vernunft werde ich mir schon erhalten, denn in ihrem Windschatten kann ich mir ganz gut von all den Eskapaden erholen, die das Vergnügen so mit sich brachte. Meinem hemmungslosen Genießen werden allmählich natürliche Grenzen gesetzt. Langsam geht es jetzt über in den Bereich „bewusstes Genießen“, das sich dadurch auszeichnet, dass ich mich immer öfter frage, nicht nur frage, wo der Genuss anfängt, sondern auch, wo er bzw. ich besser aufhören sollte. In diesem Sinne: Lieber 50 Jahre gelebt als 70 Jahre nur dabei gewesen. Und mal ganz ehrlich: was habe ich davon, wenn der Pfarrer an meinem Grabe meine inneren Werte lobt und damit die Cholesterin – und Leberwerte meint? Mir persönlich wäre es lieber, er würde sagen: „Viel war es nicht, was sie ausgelassen hat.“

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Hast Du den Job, den Du verdient hast?

Hast Du den Job, den Du immer wolltest? Den Job von dem Du geträumt hast als Du noch klein warst, aber schon wusstest wer Du sein wirst wenn Du erst erwachsen bist?

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Ruhe… was bitteschön ist denn das?

Zurück zu allen Blogbeiträgen Kennzeichnet sich Ruhe durch die relativ geräuscharme „klingelton-freie“ Zeit in der sich mein Geist beim Nichtstun entspannt und ganz einfach behaglich ziellos umherschweift? Ist Ruhe dieser Zustand zwischen eingehenden E-Mails, Anrufen, WhatsApp, Facebook, SMS und Instagram? Ist Ruhe Müßiggang und Zeitverschwendung in Ihrer schönsten Form? Heißt zur Ruhe kommen können, mich einfach mal planlos zurückzulehnen, schon am Vormittag ein Buch zu lesen, oder ein Vollbad zu nehmen?
Früher erlebte ich wenn auch selten, die versunkenen Zustände, die kleinen und größeren Inseln des Rückzugs, die den Alltag unterbrechen wie funkelnde Sterne. Früher das ist eine gefühlte Ewigkeit her. Früher, da konnte ich ins Nichts schauen und Raum und Zeit vergessen.
So war das früher, aber früher ist schon lange vorbei. Heute, ja heute muss ich mich anstrengen diese Ruhe zu ertragen. Nur schwer beherrschbar erscheint mir die Kunst der ungeteilten Aufmerksamkeit. Aus meinem Hirn ist ein nervös zuckendes Organ geworden, das total überlastet, überfordert, überfressen und über informiert jedem Außenreiz bereitwillig nachgibt. Jedes Tun hat einen Zweck und statt Pause mache ich Wäsche, Haushalt, Homeoffice, Superoma, Facebook, Instagram und Linkedin… Aber das soll sich ja jetzt ändern. Also stelle ich doch einfach mal meine eigenen innersten Bedürfnisse auf den Prüfstand… Innehalten schenkt Freiheit. Das „Jetzt“ ist mein wahres Zuhause geworden.
Ich genieße die „rasende Zeit“ in meinem Auto. Ich liebe es bei lauter Musik schnell zu fahren. Ich habe aber auch gelernt die Zeit zu genießen, die mir ein Stau schenkt. Reflexartig lehne ich mich entspannt zurück und frage mich: wofür ich gerade dankbar sein könnte.
Im Supermarkt stelle ich mich an der Kasse mit der längsten Schlange an und versuche meine Gedanken zurückzuholen, wie ein Hund ins Körbchen. Manchmal gelingt es mir und manchmal habe ich das Gefühl, dass mindestens die Hälfte dieser Köter von Tollwut befallen sind. Beim Joggen mit Musik habe ich gelernt die Funklöcher zu lieben und einfach mal den Vögeln beim Zwitschern zuzuhören. Als wundervoller Nebeneffekt meiner nicht mehr ständigen Erreichbarkeit hat sich das Gefühl hinzugesellt, dass auch nicht ständig etwas passieren könnte. Als powervolles Energiebündel fällt es mir noch immer nicht leicht dieses Hinsetzen und an Nichts denken. Warum nur ist es nicht so einfach… wie es doch klingt. Ich habe beschlossen zu üben… und ich lege gleich los, aber eben erst gleich. Vorher räum ich noch kurz die Waschmaschine aus, bügele die Socken und schaue aufs Handy. Es könnte ja sein, dass mich Jemand in aller Ruhe erreichen möchte….

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Hast Du auch manchmal dieses „Alles-hinschmeißen-Syndrom“?

Hast Du auch manchmal dieses „Alles-hinschmeißen-Syndrom“?

Du möchtest einfach noch mal ganz von vorne anfangen und alles anders machen als bisher.
Ok, manchmal hilft es sich mit einer guten Freundin oder sogar einem Coach hinzusetzen und zu besprechen, worum es hier eigentlich geht.
Ist es die Arbeit? Die Stadt? Der Alltag? Der Mann? Die Kinder?
Alles auf einmal ist es ja selten. Was aber nun?

Wenn Du keine Familie und/ oder auch keinen festen Partner hast, dann kannst Du ja vielleicht einfach kündigen und bei einer Verlosung für Wohnmobile mitmachen.
Mit Kindern, einem Eigenheim und einem Ehemann an der Backe dürfte es da schon schwieriger werden. Nicht unlösbar, aber eben einfach schwieriger.

Du brauchst auf jeden Fall eine gehörige Portion Organisationstalent, Durchhaltevermögen und Mut, gepaart mit dem unabdingbaren Glauben an Dich selber.
Es müssen ja nicht gleich die Bahamas sein. Vielleicht reicht zu Probezwecken erst mal eine andere deutsche Stadt.

Ich selbst bin kurz vor meinem 50. Geburtstag von Lüdenscheid im Sauerland nach Pöttmes in Bayern gezogen.
Viele meiner guten Freunde haben sich hierzu oft nicht nur skeptisch, sondern auch noch ungebeten geäußert:
„In Deinem Alter noch mal ganz von vorne anfangen?“
„Da bist Du dann aber ziemlich einsam!“
„Da kennst Du doch Niemanden!“
„Wer kümmert sich um Dich, wenn Du krank bist?“
Prognostiziert wurde mir insgesamt gesehen eine baldige reuige Rückkehr.

Und jetzt: Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin regelrecht aufgeblüht in meinem neuen zu Hause und ich glaube nicht daran, dass es ein Zufall war.
Ich habe seit ich ein junges Mädchen war, von diesem Schritt geträumt. Mit 8 wusste ich dann wo „München“ nicht nur auf der Landkarte liegt. Nach meinem ersten Besuch habe ich mich sofort in diese Stadt und auch die Menschen dort schockverliebt.
Seitdem habe ich nicht nur dafür, sondern auch daran gearbeitet eines Tages in Bayern zu wohnen und zu leben. 

Mit 45 Jahren, meinem stark reduzierten Haushaltskrempel, einem überzeugten Ehemann und einer positiven Einstellung bin ich dann auf in meine neue Heimat.
Ich wollte hier alles gut finden. Und sieh da es wurde alles Gut. Was auch immer mir hier begegnet: Ich liebe es und ich denke, ich strahle es aus.

Die Menschen, die Berge, die Luft all das orientiert sich an meiner geistigen Haltung. Lediglich die Weißwurscht und die sauren Lüngerl haben sich als noch nicht so ganz dazugehörig in meinem Leben etabliert.
Innerhalb weniger Monate baute ich mir einen neuen Bekanntenkreis auf, ein Nachbarschaftsnetz und eine innere Karte von Plätzen an denen ich mich zu Hause fühle. 


Und heute vergeht kein Tag, an dem ich mir nicht selber dafür Danke, die Kraft und den Mut aufgebracht zu haben. Einfach mal „alles-hinzuschmeißen“ und aufzubrechen in ein neues, anderes Leben.

Und jetzt mal DU
Wie wünschst Du Dir Dein neues Leben? Denk doch gern mal darüber nach.
Was wäre der kleinste, realistischste Schritt, um etwas zu verändern?
Und dann fang einfach an

Alles andere wird sich ergeben, davon bin ich felsenfest überzeugt.
Wenn Du eine Tür aufstößt (probiers mal beim Nachbarn) öffnen sich automatisch zig andere.
Du steckst jeden Tag so viel Energie in Dinge, die nicht wirklich wichtig sind wie der perfekt geplante Tagesablauf, oder der quälend lange Termin bei Deiner Kosmetikerin.

Ja auch ich mache das so manchmal immer noch
Aber sollten wir nicht alle viel mehr Energie in das Stecken, was uns wirklich wichtig ist für unser Glück und unsere innere Zufriedenheit?
Also denk dran: DU bist nie zu alt „alles hinzuschmeißen“ um nach einem Leben zu streben, das DU verdienst hast.

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Hast Du den Job, den Du verdient hast?

Hast Du den Job, den Du immer wolltest? Den Job von dem Du geträumt hast als Du noch klein warst, aber schon wusstest wer Du sein wirst wenn Du erst erwachsen bist?

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Wie gut geht es mir eigentlich?

Wie gut geht es mir eigentlich?

Oder müssen wir eigentlich ständig etwas ändern?

Wenn ich den Blick auf mein Leben richte, gibt es, vernünftig betrachtet, an meiner Gesamtsituation wenig auszusetzen. Meine Kinder und Enkel sind gesund, die Narben meiner herzlichen OP verblasst und mein Beruf und ich, wir gefallen uns bestens.

Meine Ehe hat sich auf einer rational-emotionalen Ebene gefestigt, und es ist mir tatsächlich möglich, nicht aus jeder altersschwachen Mücke einen verärgerten Elefanten zu machen.

Unbestritten auch in meinem Leben hat es schon Tage gegeben, an denen ich bitterböse und mit festen Scheidungsabsichten und Reisetasche das Haus verlassen habe, nur um am nächsten Tag wieder heim zu kehren, mit der mir eigentlich wesensfremden Haltung, der Streit sei unnötig und den ganzen Ärger nicht wert gewesen.

In solchen Momenten war ich mir unheimlich. Meinem Mann nicht.

Wann immer mich das Schicksal hart gebeutelt hatte, hat es mir immerhin nicht die Lust auf mein Zigarettchen, einen Kaffee und ein Gläschen Rotwein verderben können.

Einige menschliche Abschiede, die ich nehmen musste schmerzen noch heute wie am ersten Tag. Aber auch darüber bin ich froh. Letztendlich kann ich ja nur vermissen, was wichtig war…als es noch da war.

Ich habe ein gutes Auskommen, ein solides Dach zwischen mir und dem Himmel, ein persönliches Umfeld in dem ich mich zu Hause fühle, ein schnelles Internet, keine lebensbedrohlichen Krankheiten und manchmal tanze ich ganz einfach vor Freude über das Leben und mich auf dem Tisch.

Wie kann ich da ernsthaft etwas ändern wollen an diesem reichhaltigen und glücklichen Leben?

Wie kann ich es wagen, rumzumeckern an meiner Existenz auf der Sonnenseite des Lebens, während Flüchtlingskinder in Lastwagen ersticken und Menschen hungernd sterben, während ich mir überlege…

Was ich Morgen nicht esse…

Andererseits kann ich mich auch nicht dauernd entschuldigen, für die Probleme, die ich nicht habe.

Immer auf der Suche nach der eigenen Mitte, dem Idealgewicht, einer emanzipierten Haltung, innerer und äußerer Schönheit und dem Geheimnis straffer Haut, freundlicher Gelassenheit und relaxter Achtsamkeit.

Aufbrechen und sehen was noch alles möglich ist.

Puh…manchmal ganz schön anstrengend.

Also lasse ich doch ganz einfach mal einen kleinen Moment alles so wie es ist und lehne mich entspannt zurück…

Edelsteine suchen… meine Bedürfnisse finden… und ganz einfach dankbar sein dafür

Wie gut es mir doch eigentlich geht!!!

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Dann scheiß drauf…

Dann scheiß drauf…

Manche meiner Entscheidungen treffen sich glaube ich ohne mich.

Aber weißt Du was, meine besten Entscheidungen habe ich immer dann getroffen, wenn ich einfach mal „DRAUF GESCHISSEN“ habe.

Genau diese Entscheidungen haben den wesentlichen Teil meines Lebens geformt.

Den wichtigsten privaten und beruflichen Richtungswechsel habe ich bereits mit 25 Jahren vollzogen, als ich den sicheren Hafen einer Verwaltungsangestellten in einer stinklangweiligen Behörde – gegen eine Selbständigkeit als „Trachtenverkäuferin“ eingetauscht habe und mich für einen Mann und 3 Kindern entschieden habe.

Drauf scheißen bedeutete für mich die schwierigsten und furchteinflößendsten Herausforderungen des Lebens ganz einfach mal anzunehmen, aktiv zu werden und in einen Topf voller Sinn – oder Unsinn zu springen.

Viele meiner liebgewonnen Freunde kämpfen sich durch ihr Leben, in dem sie sich viel zu sehr einen Kopf machen, über Situationen, die es ganz einfach nicht wert sind und die vermutlich noch nicht einmal eintreten werden.

Wir ärgern uns über das schlechte Wetter und die verlorene Zeit im Stau, oder in der Warteschlange an der Kasse. Unterdessen ist unser Girokonto total überzogen, der Hund gestorben und unser Jüngster zieht sich gerade die härtesten Drogen rein.

Und eines Tages wirst Du DANN ganz einfach sterben. Ich wollte es nur noch mal kurz erwähnen… falls Du es vergessen haben solltest.

Und in dieser relativ kurzen Zeit zwischen Deinem „JETZT“ und Deinem „DANN“ kannst Du Dich nur um ein paar wirklich wichtige Dinge kümmern.

Also wie gewinnbringend wäre es da, wenn Du aufhörst Dich einfach über jeden und alles zu ärgern und nicht jeden und alles für so scheiß wichtig zu nehmen inklusive Dich selber.

Versuch doch lieber einfach mal Deine Gedanken erfolgreich zu fokussieren und Prioritäten zu setzen – indem Du aussuchst und entscheidest, was Dir wichtig ist und was nicht.

Orientiere Dich dabei ganz einfach an Deinen selbstgewählten und persönlichen Bedürfnissen und Wertmaßstäben… und keinesfalls an dem „was man so macht – und was man (insbesondere) Deine Nachbarn – so denken.

Ich behaupte hier keinesfalls, dass das einfach ist. Im Gegenteil es bedarf einer lebenslangen Übung und Disziplin um das zu erreichen.

Ich verspreche Dir hier auch nicht, dass Du niemals scheitern wirst. Vielleicht wirst Du einige Male das Handtuch werfen und scheitern… aber im schlimmsten Fall bist Du dann einfach gescheiter.

Ja es ist anstrengend, aber vielleicht ist es ja die wertvollste Anstrengung, der Du Dich im Leben stellen kannst.  Vielleicht ist auch genau gerade das die einzige Anstrengung im Leben.

Überleg doch mal:

Wenn Dir ganz einfach zu viele Sachen, aber auch Menschen wichtig sind – und Du Dich um alles und jeden kümmern möchtest – dann glaubst Du eines Tages ein Recht darauf zu haben, andauernd zufrieden und glücklich zu sein, darauf dass alles zum Verrecken genau so ist, wie Du es haben willst.

Das ist nicht gesund. Das ist krank, bzw. macht Dich auf die Dauer krank. Es frisst Dich bei lebendigem Leibe auf.

Jede Widrigkeit wird Dir wie eine Ungerechtigkeit vorkommen, jede Uneinigkeit wie ein Verrat, jede Unannehmlichkeit wie eine Kränkung und jede Herausforderung wie ein Versagen.

Eines Tages hängst Du dann in der armseligen Hölle Deiner eigenen Gedanken fest, brennend vor Wut mit dem Gefühl ein Anrecht auf alles Mögliche zu haben.

Du rennst im Kreis Deiner ganz persönlichen Feedbackschleife, bist ständig in Bewegung und kommst doch nirgends an.

Und dann, dann bist Du „ziemlich angeschissen“!!!

Daher habe ich die Entscheidung getroffen, sei ‚s doch ganz einfach besser manchmal „DRAUF GESCHISSEN“… und einfach nur gelebt…

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Ich liebe meine vertrauten Gewohnheiten…

Wie ich bereits erwähnt hatte liebe ich meine Gewohnheiten. Auch die schlechten. Da bin ich mir selbst gegenüber ganz ehrlich.

Ich gewöhne mich gerne an Dinge, Menschen, Tätigkeiten, Autos, Handys und meinen Lippenstift.

Es war ja schon immer so. Das kenne ich. So soll es sein…so kann es bleiben. 

Zum Essen ein Glas Wein, danach ein Zigarettchen, Dienstags meine Lieblingserie „in aller Freundschaft“ und am Wochenende das Zusammensein mit der Familie.

Ich liebe das Vertraute, auch wenn das Vertraute nicht immer das Gute, geschweige denn das BESTE ist. 

Ich mag es, wenn etwas so bleibt wie es war.
Und es muss nicht einmal gut gewesen sein.
Eigentlich.

Doch leider liegen da noch ein paar nachhaltig störende Glaubenssätze in der Hollywoodschaukel meines Lebens. Gelegentlich klopfen sie an und fragen nach, wann ich sie denn einmal ändern möchte. 

Immer grade dann, wenn ich mich endgültig für zufrieden erklärt habe und mich relaxt zurücklehne, drängen sich diese ungemütlichen Fragen auf: wann ich etwas verändern will und wann die Zeit für Neues gekommen ist?

Ich fühle mich durch meine vertrauten Gewohnheiten sicher und beschützt. Doch ab wann werden Sie zu Hindernissen die mich auf dem Weg zu meinen Abenteuern, meiner Erneuerung und meiner sprühenden Lebendigkeit behindern und einbremsen?

Wann also wird der Abschied fällig von diesen alten Denkweisen und der entspannten Einstellung, dass es nach einem Glas Wein auf den Rest der Flasche auch nicht mehr ankomme.

Gewohnheiten an sich sind ja nicht schlimm. Gelegentlich jedoch sollte man/Frau sich die Mühe machen sie auszumisten, wie Kühlschränke. Einiges darin ist abgelaufen, einiges schmeckt nicht mehr und manches nimmt einfach zu viel Platz weg für die Dinge die ich schon immer einmal ausprobieren wollte. 

Der wesentliche Vorteil unserer Gewohnheiten besteht also in deren Nutzen. Sie zu ändern bedarf einer gewissen Anstrengung. Es fühlt sich also zu Beginn einer Veränderung fast immer so an… als sei man auf dem falschen Weg.

Die unerfreuliche Kurzfassung lautet also: Du musst Dich überwinden etwas zu lassen, was Du normalerweise tun würdest, und Du musst Dich überwinden, etwas zu tun, was Du normalerweise nicht tun würdest.

Das – ganz ehrlich
– klingt so unattraktiv, dass ich lieber mit meinem besten Freund ESMI (Einen Scheiß Muss ICH) nochmal auf Euch anstoße…

In diesem Sinne „PROSIT“ und denk dran…es gibt ja noch ein Morgen… 

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Wie ich fand… was ich nicht suchte

Es hatte an einem wechselhaften Tag im April 2012 begonnen, an dem ich mir bedauerlicherweise selbst begegnete…

Ich war zu einer Zeit auf den Hinweis eines Motivationsseminar gestoßen, zu der ich normalerweise längst im Bett liege. Ich hatte mich in einer sich hinziehenden Freitagsabends-Krise befunden und einige grundlegenden Überlegungen trübsinniger Natur bezüglich meiner Persönlichkeit, meiner beruflichen Weiterentwicklung und meiner langsam ergrauenden Haarpracht angestellt.

Mein Hund, meine Kinder und meine Fröhlichkeit hatten mein Haus verlassen, und der Sinn meiner weiteren Existenz wollten sich auch unter Hinzugabe von 2 Gläsern Rotwein zu dieser späten Stunde nicht erschließen.

So gelangte ich zu der Überzeugung, dass es mit meinem Leben so nicht weitergehen konnte. Keine einzige der mir bekannten Freundinnen will, dass ihr Leben so weitergeht wie bisher. Alle Frauen in der Lebensmitte – wozu ich auch mich im zarten Alter von 49 – zähle sind auf der Suche. Die wenigsten aber wissen genau, wonach sie eigentlich suchen. Vielleicht nach Selbstbewusstsein, Gelassenheit, Achtsamkeit, innerer Ruhe, dem Sinn des Lebens, oder doch lieber nach einem neuen Mann?

Wie eine aufgescheuchte Ziegenherde fegt eine riesige Schar sich selbst verwirklichender Frauen rund um den Erdball. Und wer nicht mindestens Yoga macht oder eine Lebensmittelunverträglichkeit vorzuweisen hat, verhält sich ganz einfach nicht normal.

Und dann taucht da auf einmal aus den Tiefen meines Bewusstseins diese Stimme auf: „Soll es das jetzt gewesen sein? Willst Du so weiterleben bis zum Schluss? Jetzt ist noch Zeit, Neues zu entdecken. Also Aufbruch…es ist noch nicht zu spät…melde dich ganz einfach mal bei diesem Motivationsseminar an …und schau wie Dein Leben dann im chaka, chaka Rhythmus weiterläuft. Kann ja nur besser werden.

An jenem Freitagabend habe ich beschlossen, ein anderer Mensch zu werden und mich voller Tatendrang auf die Suche nach einem neuen angesagten Ich zu machen. 

Ich ahnte, dass ich nun dem unangenehmeren Teil meiner Persönlichkeit begegnen würde, mit dem ich mich seit Jahren rumschlage und irgendwie immer den Kürzeren ziehe. Dieses Seminar bestand aus solch lebenswichtigen Elementen wie Angst und Wut, Mut und Selbstbewusstsein, vor allem aber der Optimierung meiner Persönlichkeit.

Heimgekommen bin ich mit der Erkenntnis das das Optimum auch nicht immer das Optimale ist. Und dann immer diese Veränderungen…und die große Frage: will ich mich denn überhaupt verändern?


Und dann kommt dieses Wunder daher. Ein Luxx-Profile. Was ist denn das? Anhand der vertrauensvollen Worte des Chaka Chaka – Trainers musst Du dieses Ding unbedingt haben. Eine Analyse Deiner ganz eigenen Persönlichkeit.

Super. Das hört sich für mich irgendwie nach Vertrauen und mal nicht nach Veränderung meiner suboptimalen Persönlichkeit an. Und Vertrauen schaffe ich – auch mir selbst gegenüber – gerne, durch meine liebgewonnen Gewohnheiten. 

Ganz ehrlich. Ich liebe meine Gewohnheiten. Auch die schlechten. Da bin ich mir selbst gegenüber echt fair. Ich gewöhne mich gerne an Dinge, Menschen, Tätigkeiten, meine ureigensten Bedürfnisse und schlechte Fernsehserien.

Und jetzt, jetzt darf ich sie ganz einfach LEBEN… diese individuellen ureigensten Bedürfnisse… und dazu brauche ich mich nicht einmal verändern… nur LEBEN!!!

So habe ich mit meinem Luxx-Profile genau das gefunden, was ich eigentlich nie gesucht habe…

Ganz einfach mich selber.