Wie ich fand… was ich nicht suchte

Es hatte an einem wechselhaften Tag im April 2012 begonnen, an dem ich mir bedauerlicherweise selbst begegnete…

Ich war zu einer Zeit auf den Hinweis eines Motivationsseminar gestoßen, zu der ich normalerweise längst im Bett liege. Ich hatte mich in einer sich hinziehenden Freitagsabends-Krise befunden und einige grundlegenden Überlegungen trübsinniger Natur bezüglich meiner Persönlichkeit, meiner beruflichen Weiterentwicklung und meiner langsam ergrauenden Haarpracht angestellt.

Mein Hund, meine Kinder und meine Fröhlichkeit hatten mein Haus verlassen, und der Sinn meiner weiteren Existenz wollten sich auch unter Hinzugabe von 2 Gläsern Rotwein zu dieser späten Stunde nicht erschließen.

So gelangte ich zu der Überzeugung, dass es mit meinem Leben so nicht weitergehen konnte. Keine einzige der mir bekannten Freundinnen will, dass ihr Leben so weitergeht wie bisher. Alle Frauen in der Lebensmitte – wozu ich auch mich im zarten Alter von 49 – zähle sind auf der Suche. Die wenigsten aber wissen genau, wonach sie eigentlich suchen. Vielleicht nach Selbstbewusstsein, Gelassenheit, Achtsamkeit, innerer Ruhe, dem Sinn des Lebens, oder doch lieber nach einem neuen Mann?

Wie eine aufgescheuchte Ziegenherde fegt eine riesige Schar sich selbst verwirklichender Frauen rund um den Erdball. Und wer nicht mindestens Yoga macht oder eine Lebensmittelunverträglichkeit vorzuweisen hat, verhält sich ganz einfach nicht normal.

Und dann taucht da auf einmal aus den Tiefen meines Bewusstseins diese Stimme auf: „Soll es das jetzt gewesen sein? Willst Du so weiterleben bis zum Schluss? Jetzt ist noch Zeit, Neues zu entdecken. Also Aufbruch…es ist noch nicht zu spät…melde dich ganz einfach mal bei diesem Motivationsseminar an …und schau wie Dein Leben dann im chaka, chaka Rhythmus weiterläuft. Kann ja nur besser werden.

An jenem Freitagabend habe ich beschlossen, ein anderer Mensch zu werden und mich voller Tatendrang auf die Suche nach einem neuen angesagten Ich zu machen. 

Ich ahnte, dass ich nun dem unangenehmeren Teil meiner Persönlichkeit begegnen würde, mit dem ich mich seit Jahren rumschlage und irgendwie immer den Kürzeren ziehe. Dieses Seminar bestand aus solch lebenswichtigen Elementen wie Angst und Wut, Mut und Selbstbewusstsein, vor allem aber der Optimierung meiner Persönlichkeit.

Heimgekommen bin ich mit der Erkenntnis das das Optimum auch nicht immer das Optimale ist. Und dann immer diese Veränderungen…und die große Frage: will ich mich denn überhaupt verändern?


Und dann kommt dieses Wunder daher. Ein Luxx-Profile. Was ist denn das? Anhand der vertrauensvollen Worte des Chaka Chaka – Trainers musst Du dieses Ding unbedingt haben. Eine Analyse Deiner ganz eigenen Persönlichkeit.

Super. Das hört sich für mich irgendwie nach Vertrauen und mal nicht nach Veränderung meiner suboptimalen Persönlichkeit an. Und Vertrauen schaffe ich – auch mir selbst gegenüber – gerne, durch meine liebgewonnen Gewohnheiten. 

Ganz ehrlich. Ich liebe meine Gewohnheiten. Auch die schlechten. Da bin ich mir selbst gegenüber echt fair. Ich gewöhne mich gerne an Dinge, Menschen, Tätigkeiten, meine ureigensten Bedürfnisse und schlechte Fernsehserien.

Und jetzt, jetzt darf ich sie ganz einfach LEBEN… diese individuellen ureigensten Bedürfnisse… und dazu brauche ich mich nicht einmal verändern… nur LEBEN!!!

So habe ich mit meinem Luxx-Profile genau das gefunden, was ich eigentlich nie gesucht habe…

Ganz einfach mich selber.

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